Lageraktivitäten stärken psychische Gesundheit

Das Forschungsprojekt SCOUT (Study on Competence Development in Out-of-school Settings) der Pädagogischen Hochschule Zürich und der Pfadibewegung Schweiz zeigt, dass Jugendlager die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken.

Die SCOUT-Studie wurde diesen Sommer im Bundeslager der Pfadibewegung Schweiz im Goms durchgeführt. Untersucht wurde zu Beginn und Ende des Lagers bei rund 650 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren ob gemeinsame Lageraktivitäten in der Natur das Wohlbefinden und die Lebenskompetenzen, die sogenannten Life Skills, von Kindern und Jugendlichen fördern. Die veröffentlichten Forschungsergebnisse zeigen: Bei den Jugendlichen hat sich nach nur 10 Lagertagen ein höheres Wohlbefinden und eine signifikant positive Veränderung bei sieben von elf untersuchten Life Skills entwickelt.

Die positiven Emotionen der befragten Jugendlichen erhöhten sich während dem BuLa deutlich, wobei negative Emotionen stabil geblieben sind. Die grössten positiven Entwicklungen zeigen sich in Bezug auf die Kompetenz, sich als Kind oder Jugendliche*r für die Gemeinschaft einzusetzen, dem Selbstwert, der Selbstkontrolle, sowie der Durchsetzungsfähigkeit. Um sich kompetent zu erleben und in die Gemeinschaft einbringen zu können, müssen sich Kinder und Jugendliche mit eigenen Verhaltensweisen, Einstellungen und Werten auseinandersetzen und lernen, mit anderen zusammenzuarbeiten, Konflikte zu lösen, Verantwortung zu übernehmen und mit Vielfalt umzugehen. Life Skills, welche von der Pfadibewegung Schweiz und anderen Jugendorganisationen vermittelt werden, sind entscheidend, um diese Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Dies trägt zu einem höheren Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen bei, was langfristig ihre psychische Gesundheit stärkt.

Weitere Informationen unter: https://phzh.ch/de/Forschung/projektdatenbank/projektdetail/SCOUT---Study-on-Competence-Development-in-Out-of-school-Settings-p365.html

 

«Hinschauen und handeln – wer, wann, wie? Früherkennung und Frühintervention in verschiedenen Lebenssituationen» am 24. Januar 2023 in Biel

Alle können von einschneidenden Ereignissen oder kritischen Umständen betroffen sein. In diesen Lebenssituationen besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen riskanten Substanzkonsum, problematische Verhaltensweisen oder Anzeichen anderer ungünstiger Entwicklungen (z.B. psychische Erkrankungen). Häufig erkennt das Umfeld eine Veränderung frühzeitig. Es ist zentral, in dieser Phase den Dialog zu suchen. Doch wer? Wann? Und wie?

Im Zentrum steht die neue, harmonisierte Definition von F+F, die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe erarbeitet wurde. Sie dient als Grundlage für den Tag und zeigt, dass wir über die verschiedenen Berufsfelder hinweg das gleiche Ziel verfolgen: «Hinschauen und handeln», um Menschen in vulnerablen Situationen angemessene Unterstützung zu bieten. Die nationale Fachtagung F+F dient ausserdem zur Bekanntmachung von Grundlagen und Good Practices sowie der Vernetzung zwischen Fachpersonen.

Die Fachtagung findet am Dienstag, 24. Januar 2023, in Biel statt und wird vom Fachverband Sucht im Auftrag des BAG und in Zusammenarbeit mit dem GREA, Ticino Addiction, der FMH, der Schweizerischen Gesundheitsstiftung RADIX, Infodrog und Akzent Luzern organisiert. Weitere Informationen und Anmeldung

 

Die neue Version der Website "Tu bois quoi" ist verfügbar!

Du organisierst ein Lager oder eine Veranstaltung mit Jugendlichen? Du fragst dich, was du tun kannst, um Exzesse zu verhindern, wie Regeln aufzustellen sind oder weisst nicht, wie mit einer/einem Jugendlichen umgehen, der/die zu viel getrunken hat? Die neue Version der Website «Tu bois quoi» ist nun online und hilft beim Umgang mit Alkoholkonsum im Rahmen von Jugendaktivitäten. Auf der Website findest du Tipps und Tricks, aber auch Erklärungen, Rechtsgrundlagen und die ersten Handlungen in Notfällen. 

 

Nationale Ausbildungstage 2022

Nach einem sehr erfolgreichen und gut besuchten Ausbildungstag im November 2021 folgen nun wieder regulär zwei Ausbildungstage im 2022. Die Daten sind der 22.01.2022 und der 19.11.2022. Das Anmeldeformular wird schon bald offen sein. Das Thema der Chancen und Risiken von digitalen Medien wird in den nächsten Ausbildungstagen vertieft und einzelne Aspekte davon genauer beleuchtet. Es bleibt spannend!

 

Freude und Fairness wirken

Am Samstag 5. Juni haben 25 Jugendliche den kantonalen „Momänt“-Kurstag be-sucht. Leiterinnen und Leiter der Urner Jugendverbände von Blauring, Jungwacht und Pfadi setzten sich mit der Emotion Freude und dem Verhalten Fairness ausei-nander. Die Fachstelle Jugend der röm.- kath. Landeskirche Uri leitet das Programm und begleitet Jugendliche in der Umsetzungspraxis in den Sommerlagern.

Respektvolle verbale Sprache finden                                                           
Anhand verschiedener körperlicher Aktivitäten und geistiger Auseinandersetzung ar-beiteten die Gruppen an den Fähigkeiten, auf sich selber und auf andere eingehen zu können. Ärger, Wut und Aggression spürt man als Reaktion auf eine konkrete Situation, wenn uns jemand etwas wegnimmt, uns zur Seite schubst, belügt oder hänselt. Dabei zeigt sich schnell, warum man selbst wütend wird. Mit zunehmenden Alter kann man Wut in Worte fassen und entdeckt Wege, wie mit der Wut umzuge-hen ist.

 

Wut ist kraftvoll, denn Wut lässt sich schlecht verstecken, weder bei sich noch bei anderen. Man erkennt diese Emotion an der Stimme, Mimik und Gestik. Wenn dann in einem solchen Moment eine respektvolle körperliche und verbale Sprache gefun-den wird, stärkt das unser Selbstvertrauen und bereichert Beziehungen zu anderen.

Vorbilder bilden                                                                                                         
Das Programm „Momänt“ unterstützt Leitende von Jugendverbänden bei der Pla-nung und Umsetzung von Ferienlagern. Dazu gehört die Durchführung präventiver Aktivitäten im Lageralltag als auch die Gestaltung von Grundlagen, die zum Wohlbe-finden der Kinder und Jugendlichen im Lager beitragen. Zu solchen Grundlagen wur-de an konkreten Fallbeispielen eingehend diskutiert und intensiv gearbeitet. z.B. Wer Verantwortung übernimmt, soll den Genussmittelkonsum verringern beziehungswei-se darauf verzichten. Oder das Kind steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Lagerak-tivitäten oder die Lagerregeln tragen zum Zusammenhalt bei usw.

Folgend eine Aussage eines Jugendlichen, sozusagen ein Fazit des Ausbildungsta-ges: „Leiterinnen und Leiter eines Sommerlagers nehmen eine wichtige Funktion ein, wenn es um die Vermittlung bestimmter Verhaltensweisen geht. Das ist mir durch den Kurs bewusster geworden. Ich bin da wirklich ein Vorbild für die Kinder.“

 

Text: Fredi Bossart, Fachstelle Jugend, röm.- kath. Landeskirche Uri

 

Neue Prävention-Plattform online!

Mit prevention.ch ist eine neue Wissensplattform zu den Themen Prävention nicht-übertragbarer Krankheiten, Sucht und psychische Gesundheit entstanden. Ebenfalls wird regelmässig auf Projekte, Studien, Veranstaltungen und weiteres rund ums Thema der Prävention hingewiesen.
Eine Startveranstaltung findet am 30. März 2021 statt, eine Anmeldung ist hier möglich.

 

Nouveau souffle pour le programme Voilà !

Depuis l'automne 2020, notre programme de promotion de la santé et de prévention des dépendances Voilà profite d’un nouvel élan ! Grâce à un partenariat avec l'OFSP, un nouveau poste a été créé pour développer un contenu de formation sur la méthodologie de l’intervention précoce (IP). Nous sommes ravi*es d'accueillir Rebekka Nussbaum dans notre équipe Voilà à la mi-février ! Mais pas seulement. Le groupe de pilotage a également été très actif ces derniers mois. De nouvelles stratégies ont été décidées, qui ont été confirmées et complétées par l'Assemblée générale de Voilà en décembre 2020. La cohésion nationale du programme sera renforcée dans les prochains mois, de nouveaux membres seront acquis et le nouveau contenu de la formation sera développé et dispensé. Beaucoup de vent nouveau, soufflant dans une direction différente de celle de la tempête Corona !